Deutschland – drittgrößter Waffenexporteur der Welt

Für 5,4 Milliarden Euro haben deutsche Rüstungskonzerne 2011 Waffen ins Ausland verkauft. Die Parole, die bei vielen Friedensdemonstrationen gerufen wird, „Deutsche Waffen, deutsches Geld – morden mit in aller Welt!“, ist Realität.
Ob Kampfpanzer, Kriegsschiffe, Gewehre, Pistolen, Granaten, Minen werden in über 60 Länder weltweit verkauft. Darunter sind reaktionäre Diktaturen wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Brunei. Die Türkei, die gegen die kurdische Bevölkerung Krieg führt, gehört zu den großen Abnehmern deutscher Waffen. Frontstaaten des Imperialismus wie Israel und Südkorea werden hochgerüstet.
Und natürlich geben die Banken gern Kredit. Mit Blut lässt sich gut Geld verdienen: Beim Verkauf, bei den Kreditzinsen und bei der Rückzahlung der Kredite. Denn viele Staaten müssen die teuren Kredite abzahlen, indem sie ihre Märkte öffnen, privatisieren, Rohstoffe billigst verscherbeln. Das ist ein dreifach gutes Geschäft für das deutsche Kapital.
Zu diesen offiziellen Rüstungsexporten kommen noch viele Waffenlieferungen auf Umwegen dazu. Deutsche Rüstungskonzerne haben beispielsweise für „beliebte“ Waffen wie das Sturmgewehr G3 Lizenzen vergeben, sodass diese Mordwaffe international verbreitet sind. „Lizenzen und Fertigungslinien zum Bau von Sturmgewehren kauften beispielsweise Thailand, die Türkei und Mexiko. Munitionsfabriken bauten deutsche Spezialunternehmen u.a. in Birma, Sudan und Nigeria. Irak erhielt die Technik zur Herstellung und Abfüllung von weißem Phosphor zu militärischen Zwecken, Iran solche für Napalm, Pakistan zum Bau von Panzerabwehrraketen, Indien für Panzerstahl usw.“ (http://www.waffenexporte.org/category/deutsche_ruestungsindustrie/)
In letzter Zeit hat die Bundesregierung Waffenexporte deutlich erleichtert und Rüstungslieferungen in großer Zahl zugestimmt.
Die Menschen in Deutschland wünschen in der Mehrheit jedoch keine Waffenexporte. Wir fordern:
Verbot von Waffenexporten!