Köln: Erfolgreiche Solidaritätsaktion gegen Zwangsräumung

Samstag, 22. Februar 2014

Die Objekt Design Hastrich GmbH hatte über den Makler Marco Hauschild dem Mieter Karl-Heinz Gericks, genannt Kalle, wegen angeblichem „Eigenbedarf“ seine Wohnung gekündigt. Wie eine GmbH bei Wohnraum „Eigenbedarf“ haben kann, ist wohl ein Rätsel.

Weil Kalle sich weigerte auszuziehen, wurde ein Gerichtsvollzieher mit der Räumung beauftragt. Vor dem Räumungstermin forderte der Kölner SPD-Fraktionschef Martin Börschel Kalle auf, „freiwillig“ auszuziehen und warnte vor einer Eskalation. Wie sozial! Eine sich entwickelnde Solidaritätsbewegung versuchte er zu spalten. Das nutzte nichts.

Morgens um 6 Uhr am Tag der Zwangsräumung, am Donnerstag, dem 20.2.14 sammelten sich die ersten Menschen vor der Wohnung von Kalle, um sich zu solidarisieren und die Räumung zu verhindern. Eine Stunde später standen bereits 250 Menschen, Nachbarn, Freunde, Kollegen vor dem Haus, um zu blockieren. Weitere 80 Waren im Haus und verstopften das Treppenhaus. Als um 8 Uhr der Gerichtsvollzieher mit Polizei vor dem Haus auftauchte, gab es für ihn kein Durchkommen. Er zog sich unverrichteter Dinge zurück und beriet sich mit der Polizei. Gegen 11 Uhr gab er bekannt, dass derzeit auf eine Räumung nach Rücksprache mit Eigentümern verzichtet werde.

Die Menschen jubelten. Solidarität hilft siegen!

Arbeit-Zukunft
Herausgegeben von der Organisation für den Aufbau einer kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands
http://www.arbeit-zukunft.de
Köln: Erfolgreiche Solidaritätsaktion gegen Zwangsräumung
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