Kommunisten unerwünscht: Bericht von einer ver.di-Kundgebung in Bamberg

Montag, 19. Juni 2017

17.6.16, Bamberg: Rund 200 Menschen demonstrierten für mehr Personal in Krankenhäusern

Für den Vormittag des 17. Juni 2017 rief die Gewerkschaft ver.di zu einer Demonstration und Kundgebung in der nordbayerischen Stadt Bamberg auf. Gefordert wurde eine gesetzliche Personalbemessung in Krankenhäusern. Auch wir von ARBEIT ZUKUNFT unterstützen die Forderung nach Entlastung und Aufstockung des Personals. Daher entschied ein Genosse vor Ort, an der Demonstration vom Bahnhof zur Innenstadt mit anschließender Kundgebung teilzunehmen. Außerdem wurde von uns ein solidarisches Flugblatt erstellt, um auch inhaltlich etwas beizutragen.
Der Demonstrationszug an sich vermittelte, außer über ein paar Banner, leider kaum Inhalte an die Öffentlichkeit und beschränkte sich auf ein Pfeifkonzert. Einige Passanten zeigten sich davon erkennbar genervt. Unser Flugblatt aber wurde gerne genommen.
17.6.17, Bamberg: Von verdi verbotenes Flugblatt

Das ist das von verdi verbotene Flugblatt

Bei der Kundgebung „Am Gabelmann" verwies eine ver.di-Vertreterin unseren Genossen plötzlich der Kundgebung und untersagte das Verteilen der Flugblätter. Die Polizei nahm daraufhin dessen Personalien auf, bekräftigte das Verteilverbot unter Berufung auf das Hausrecht der Veranstalterin bzw. auf eine „Sondernutzungserlaubnis" in Bezug auf das Stadtgebiet, welche zum Verteilen der Flugblätter hätte eingeholt werden müssen. Völlig perplex brachte der Genosse, auf Nachfrage bei den umstehenden Personen, in Erfahrung, dass die ver.di-Vertreterin ihn für einen „Nazi" gehalten hätte. So konfrontierte dieser die Verantwortliche mit dem Vorwurf. Das Missverständnis (?!) klärte sich zwar (nachdem sie das Flugblatt gelesen hatte?) und er konnte weiter an der Kundgebung teilnehmen, Flugblätter durften jedoch trotzdem nicht mehr verteilt werden; künftig sollte das mindestens einen Tag vorher bei ver.di angemeldet werden.
Die bayerische Gesundheitsministerin Melani Huml (CSU) war als Rednerin geladen, wurde aber von vielen ausgebuht. Ihr wurden tausende Unterschriften, für die Forderungen der ver.di, übergeben. Es ist klar, dass in diesem Zusammenhang Kräfte, die für einen grundsätzlichen Bruch mit dem kapitalistischen System eintreten, wie die Kommunisten, unerwünscht sind.

 

 

Arbeit-Zukunft
Herausgegeben von der Organisation für den Aufbau einer kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands
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Kommunisten unerwünscht: Bericht von einer ver.di-Kundgebung in Bamberg
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