In Jähzorn an Mehdorn

Neue Texte aus HaBEs „Büchnerei“ bei www.barth-engelbart.de.vu

Bitte um Weiterleitung an das Verkehrsministerium, an den
Bahnvorstand und was es an (un-)Verantwortlichen für dieses Drecksgeschäft
sonst noch gibt.

 

In Jähzorn

an Mehdorn

 

die Mutter der DB-AG

hat für die letzte Reise

von über 5 Millionen Menschen

die vollen Preise

einkassiert

 

nur Kinder bis zu 14 Jahren

sind für den halben Preis

ins Gas gefahren

Familienfreundlich

rechnete die Bahn ganz groß-

zügig unsre Kleinsten

nicht Mal mit

Babys fuhren kostenlos

Dass viele in den Viehwaggons

schon auf der Fahrt krepiert

sind hat die Bahn nicht intressiert

ob lebend- oder totgewicht

das ändert doch den Fahrpreis nicht.

 

Und darum wurd die Reichsbahn

auch nicht gleich

ganz so reich.

 

(Nachtrag: die vollen Preise hat die Bahn auch bei der
Verteilung aller Zwangsarbeiterkontingente an Industrie und Landwirtschaft,
Kommunen, Kirchen, und auch an sich selbst – und ebenso bei den Transporten russischer
Kriegsgefangener (speziell für  das
Programm „Vernichtung durch Arbeit) aber auch für alle anderen
Kriegsgefangenen von den Nazis aus Kriegs- und „Arisierungs“-Beute
bezahlt bekommen)


Sehr geehrter Herr Mehdorn,

so wie der Reichtum des Bush-Clans zum großen Teil aus der
freimachenden Zwangsarbeit tausender 
Auschwitzhäftlinge stammt: Prescott Bush, der Großvater des amtierenden
Präsidenten, hat mit Nazi-Deutschland lukrative Geschäfte gemacht.
„Prescott Bush gehörte nicht nur zu einer Gruppe von Hitler-Finanziers, er
profitierte als Miteigentümer einer (polnisch-amerikanischen und dann halt deutsch-amerikanischen
Rüstungs-) Stahlgesellschaft während des Zweiten Weltkriegs auch von der
Sklavenarbeit in Auschwitz“, behauptet der Auschwitz-Opfer-Anwalt Wolz. Er
wirft dem Bush-Clan, der den Großvater beerbte, vor, er habe sich aus dem
Profit eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit ungerechtfertigt bereichert.
Aus dem Vermögen des Bush-Clans sollen jetzt Entschädigungen gezahlt werden, fordern
die Hinterbliebenen der KZ-Opfer.

(siehe: http://nemetico.myblog.de/nemetico/art/5419550)

Und die Deutsche Bahn AG ?

Sie hat sich nicht nur mindestens über 7 Millionen
Reichsmark von den Nazis für ihre Todes-Transporte bezahlen lassen. Sie
hat  „arisiertes Gelände“ „erworben“,
hat in den meisten überfallenen Ländern Europas die Logistik-Unternehmen
geraubt – so wie sie sich sie heute „marktwirtschaftlich“ einverleibt
– aber das ist ein anderes Thema. Aber wieviel sind 7 Millionen Reichsmark
heute wert bei einer Durschnittsverzinsung von vorsichtig geschätzten 5 %???
über 50 Jahre ??

 

Fakt bleibt: die DB-AG sitzt auf riesigen
Beute-Vermögenswerten aus der faschistischen Massenmord-Industrie in den KZs
und aus Extraprofiten aus den ihr zugeteilten Zwangsarbeiterkontingenten aus
allen überfallenen europäischen Ländern.

 

Und jetzt den „Zug der Erinnerung“ u.a. an die
Taten der DB-Mutter mit 60.000 EURO abzukassieren, ist nach der jahrelangen
Verweigerung dieser Mobilen Ausstellung an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Dass
der Verkehrsminister jetzt aus seiner Schatulle (aus unseren Steuern) 15.000
EURO davon übernehmen will, ist schon etwas mehr als Hohn.

 

Herr Mehdorn

es wäre ein sehr guter Zug von Ihnen sofort nicht nur vom
Bahnsteig zurückzutreten und damit aus einem tiefen See nicht ein brauner
Morast wird – Herr Minister, könnten Sie ja Mal in Vorlage gehen, bevor die DB
einen klitze-kleinen Teil ihrer Schuld begleicht.

 

in Wut und Zorn

Hartmut Barth-Engelbart

 

 

Texte aus HaBEs „Büchnerei“

entstehen in der WortWerkStatt der Mittel-Gründauer
„Büchner-Gilde“. Die hat HaBE dort initiert, wo die oberhessischen
Bauernaufstände 1830 unter dem Einfluss von Büchner, Weidig & ihrem
Giessener Kreis begannen. Das oberhessische SchmugglerGrenzNest war
Scharnier/Adapter zwischen den frühdemokratischen Bewegungen in
(Ober-)Hessen-Darmstadt & Hessen-Kassel.

Die radikaldemokratischen Forderungen der (Mittel-Gründauer)
Bauern gegen die (Ysenburg-Büdinger) Fürsten & (von Riedeselschen) Barone,
gegen den Adel insgesamt hatte der Lehrer Paul Nagel an diesem Ort formuliert.
Er verscholl deshalb nach 1830 zusammen mit vielen Bauern in einem fürstlichen
Zuchthaus.

(Sein radikaldemokratischer Nachfolger und Kollege, Bernhard
Kaffenberger wurde 1850 als Anführer der regionalen 1848er bestraft und zur
Auswanderung in die USA gezwungen.) Die „Büchner-Gilde“ soll im Sinne
Büchners, Weidigs & der linken 1848er „die Leut zu Wort kommen lassen
& ihnen ihre Stimme & ihre Lieder wieder geben“. Mit-Täter-Leser-Schreiber-MusikerINNEN
gesucht! Eine Reihe von Texten aus der „Büchnerei“ & den Hanauer Widerstands-(Konzert-)Lesungen
& OpenAir-Schreibungen sind als Bücher erschienen & es stehen
wöchentlich neue in der Neuen Rheinischen Zeitung

(http://www.nrhz.de/flyer/):

 

„unter schlag zeilen

– befreite worte – gebrochene reime zur lage“ – Nach
einmonatiger Untersuchungshaft wurden sie zur Leipziger Buchmesse 2005 von der
Hanauer Staatsanwaltschaft (wieder)herausgegeben: 320 Seiten politische
Lyrik&Grafik mit einem Vorwort von Ingrid & Gerhard Zwerenz, Zambon
Verlag ISBN 3-88975-107-5)

 

„ZORA“

HaBE (text) & Barbara Braguti (bilder); das
bilderbuchunartige & fabelhaft neue Kinder-Bilder-Lesebuch von der Ziege
Zora & ihren sieben Geißlein in den Hauptrollen;

in Nebenrollen Minister Killy, Nachbar Haftlinger, Christa
Ganzen auf dem Bildschirm mit NachrichtenParade-Hengst Ulrich Wiehert sowie ein
Schnelles Anti-Graffitty-Kampfhubschrauber-CitySäuberungs-EingreifKommando des Sicherheitsdienstes
unter Minister KikeriKilly

(Zambon Verlag FFM; ISBN 3-88975-128-8);

mehr (über) HaBE-Texte-Bücher-Lieder-Bilder in:

www.autorenhessen.de/autoren/barth-engelbart; www.barth-engelbart.de.vu;
www.zambon-verlag.de/pagine/libri;
http://kz-adlerwerke.frankfurt.org/de/aktionen/auffuehrung/einleitung.html;
www.nrhz.de/flyer