Sind Streiks unnötig?

Im Vorfeld der 2. Streikwelle bei der Bahn und im öffentlichen Dienst sagte ein Vertreter der Arbeitgeber, die Streiks seien „unnütz und unnötig“.

Sicher, aus der Sicht der Arbeitgeber / Kapitalisten, sind Streiks nicht nur unnötig, sondern unerwünscht. Denn zum Einen gibt es während der Streiks Betriebsausfälle (Züge verkehren nicht) und dadurch Verluste, zum Zweiten können Streiks dazu führen, dass die Unternehmer den Forderungen der Beschäftigten ein Stück weit nachgeben müssen, um weitere Umsatzeinbußen zu vermeiden. Sie müssen dann ihren Beschäftigten mehr zahlen und das heißt Profit-Einbußen in der Zukunft.

Aus Sicht der ArbeiterInnen und Angestellten sieht das ganz anders aus: Aus ihrer Sicht sind Streiks nötig und nicht nur das: sie sind das Mittel, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Denn eine andere Sprache als die, ihre Profite anzugreifen, verstehen die Kapitalisten nicht. Noch ein anderer Aspekt kommt hinzu, warum Streiks das Mittel der Wahl sind. In Streiks kämpfen alle Beteiligten, die daran teilnehmen, für ein gemeinsames Ziel. Das schafft Klassenbewusstsein und die Erkenntnis: nur gemeinsam sind wir stark. Deshalb meinen wir: Streiks sind absolut nötig und wünschenswert. Wir erklären uns mit den Streikenden solidarisch und, wo es uns möglich ist, unterstützen sie.

S.N.