18% Gehaltserhöhung für Deutsche Bank-Chef Ackermann – Vorbild für die Tarifrunde!

Das Kapital jammert und klagt über die „unverschämten“
Forderungen der Arbeiter und Angestellten. Weil die IG Metall 5% fordert,
treibt die Wirtschaft „dem Ruin“ entgegen.

Ganz anders sieht es auf der Gegenseite aus! Deutsche-Bank-Chef
Josef Ackermann hat 2005 insgesamt 11,9 Millionen Euro verdient – also rund 1
Millionen Euro im Monat. Seine Gehaltserhöhung in dem Erfolgsjahr der Bank lag
damit bei rund 18 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht der
Deutschen Bank hervor. Ein Jahr zuvor hatte er „nur“ 10,1 Millionen Euro Grundgehalt,
Bonus sowie Aktienoptionen erhalten.

Erreicht hat Ackermann seinen Erfolg nur durch die
Entlassung zigtausender Beschäftigter. Es zeigt sich deutlich, dass der
Marxismus recht hat: Mehr Gewinn ist nur möglich, indem man die Löhne und
Gehälter drückt oder die Menschen mehr und intensiver schuften lässt – oder am
besten beides. Herr Ackermann hat beides getan und so den Gewinn der Deutschen
Bank ungeheuer und damit sein Erfolgshonorar gesteigert. Die Interessen des
Kapitals und die Interessen der Arbeiter und Angestellten stehen sich radikal
entgegen. Was der eine gewinnt, muss er dem anderen nehmen. Es gibt prinzipiell
keine gemeinsamen Interessen. Die Arbeiterklasse und die Angestellten können
für sich nur etwas erreichen, wenn sie mit aller Kraft für ihre Interessen
eintreten und dem Kapital etwas entreißen. Selbst auf der einfachen Ebene der
Lohnkämpfe gilt diese Binsenweisheit. Mit Harmonie und Klassenzusammenarbeit
lässt sich nichts erreichen. Und wenn die Arbeiterklasse und die Angestellte
diesen ewigen Kleinkrieg beenden wollen, wenn sie nicht mehr wollen, dass sich
ein kleiner Teil der Gesellschaft den von allen mühsam erarbeiteten Reichtum
einverleibt, dann müssen sie den Mut und die Kraft aufbringen, diese Herren zu
entmachten und zu enteignen.

ernst