Resolution: Kernkraft und Kapitalismus sind eine tödliche Kombination

Die Kernschmelze und Katastrophe von Fukushima beweisen erneut, dass unsere Umwelt und die Sicherheit der Arbeiter/innen und Völker für die Gier nach Höchstprofit, die bei der kapitalistischen Produktionsweise herrscht, geopfert wird.

Die Atomlobby hat durchgängig gelogen, wenn sie behauptete, Atomkraft sei „vollständig sicher“. Fukushima, Tschernobyl und Harrisburg beweisen das Gegenteil. Dies wird dadurch bestätigt, dass die Versicherungsmonopole die Versicherung von Atomkraftwerken ablehnen.

Auch wenn die Atomkraftwerke „sicher“ wären, würde dies nicht das Problem des hochgiftigen nuklearen Abfalls lösen. Dieser Abfall vergiftet tagtäglich Ozeane und Flüsse . Uranium und Plutonium liegen ungeschützt in kontaminierten Gebieten und bei den Atomkraftwerken.

Kernkraft ist teuer und eine begrenzte Energiequelle

Die Sicherheit der Arbeiter/innen in den Kernkraftwerken und in den umliegenden Gebieten wird ignoriert. Sie werden gezwungen, in verseuchten Gebieten zu arbeiten, und sie sind die ersten Opfer bei Unfällen.

Aufgrund der Erstschlag-Strategie der NATO ist ganz Europa übersät und verseucht mit Hunderten Atomraketen der verschiedensten Atommächte, hauptsächlich der USA. Dies ist eine potentielle Katastrophe für alle, Freund oder „Feind“. Die Völker sollten fordern, dass diese Waffen von ihrem Territorium verbannt werden, so wie das einige Länder bereits gemacht haben.

Die zivile Nutzung der Atomkraft ist ein Abfallprodukt der militärischen Produktion. Auch heute sind der zivile und der militärische Bereich eng verbunden. Militär und Polizei sind immer am Schutz der Atomkraftwerke beteiligt und machen sie zu halbmilitärischen Zonen. Auf diese Weise können Fehler und Unfälle geheim gehalten werden, was die Demokratie untergräbt.

Wir fordern deshalb als Sofortmaßnahmen:

– Sofortige Entwicklung der erneuerbaren und nachhaltigen Energieproduktion!

– Sofortige Schließung aller alten Kernkraftwerke!

– Nein zu neuen Kernkraftwerken!

– Bestehende Kernkraftwerke müssen sobald wie möglich abgeschaltet werden!

Diese Forderungen sind vollkommen berechtigt und vernünftig. Die Völker möchten nicht von Atomkraft abhängig sein. Das Volk in Italien hat ein Referendum herbeigeführt, um den Bau neuer Atomkraftwerke zurückzuweisen. Auf Sardinien hatten haben bereits in einem früheren Referendum 97% der Abstimmenden „nein“ zur Atomenergie gesagt.

Wir fordern, dass die Monopole, die für die Umweltverschmutzung und den kontaminierten Abfall verantwortlich sind, der aus der Nuklearindustrie stammt, dazu gezwungen wird, die Kosten für die Beseitigung der Umweltzerstörungen und den Rückbau der alten Atomkraftwerke zu tragen.

Wir wissen immer noch nicht die langfristigen folgen der Katastrophe von Fukushima. Wenn eine Katastrophe von solch einer Dimension einem hoch-technisierten Land wie Japan passieren kann, dann kann sie überall vorkommen. Kapitalismus und Imperialismus sind unvereinbar mit dem Schutz unserer Umwelt. Dieses System ist unverträglich mit einer tragfähigen Zukunft.

 

Kopenhagen, Mai 2011

 

Europäische Regionalkonferenz der Internationalen Konferenz marxistisch-leninistischer Parteien und Organisationen:

Kommunistische Arbeiterpartei Dänemarks (APK)

Kommunistische Partei Spaniens Marxisten-Leninisten (PCE/ML)

Kommunistische Arbeiterpartei Frankreichs (PCOF)

Organisation für den Wiederaufbau der Kommunistischen Partei Griechenlands (1918-1955)

Kommunistische Plattform Italiens

Marxistisch-leninistische Organisation Revolution Norwegen (Revolusjon)

Revolutionäre Kommunistische Partei der Türkei (TDKP)

Organisation für den Aufbau einer Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands (Arbeit Zukunft)