Textilarbeiter/innen im Warnstreik!

Sie bereiten sich auf weitere Arbeitskampfmaßnahmen vor!

Nachdem die zweite Verhandlungsrunde in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie ohne Ergebnis geendet hat, antwortete die IG Metall darauf mit Warnstreiks. So versammelten sich ca. 200 Textilarbeiter/innen bei einer Streikkundgebung in Krefeld vor der Fabrik der Firma Verseidag. Die Streikenden kamen auch aus nahe gelegenen Orten. Solidarität gab es auch von der IG BAU und DIDF-Krefeld. Die Gewerkschaft hat das Angebot der Arbeitgeber bestehend aus Einmalzahlungen und tabellenwirksamen Erhöhung mit einer Laufzeit von 27 Monaten zurückgewiesen. „Die Arbeitgeber wollen Beschäftigte, die bis zum Umfallen schuften, für einen Lohn, von dem kein Leben möglich ist“, sagte die IG Metall in einer aktuellen Pressemitteilung. „Die Arbeitgeber klagen über Fachkräftemangel, bei diesen Löhnen ist klar, dass man kein Personal findet. Die Löhne müssen steigen“, so ein Textilarbeiter.

Die IG Metall fordert 8% mehr Geld, mindestens 200€! Das ist bei der aktuellen Inflation schon defensiv und knapp.

Der Arbeitgeberverband bietet eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1000 Euro im April, eine zweite Prämie in Höhe von 500 Euro soll im April 2024 folgen. Eine tabellenwirksame Erhöhung von 3,25 Prozent bietet die gegnerische Verhandlungspartei erst ab November 2023. Im Oktober 2024 soll noch einmal 2,25% folgen. Sie fordern eine Laufzeit bis Mai 2025. Das ist für die Arbeiter/innen aus der Branche ein Schlag ins Gesicht, bei einer Inflation von 8,7% (Januar 2023). Die nächste Verhandlung in der Textil- und Bekleidungsindustrie findet am 15. März 2023 in Kaarst statt. Falls es in dieser Verhandlung zu keiner Einigung kommt, wird es zu massiveren Arbeitskampfmaßnahmen kommen, und davor zur Urabstimmung. Es ist schon skandalös, was sich die Arbeitgeberseite vorstellt, die einzige Sprache die sie verstehen sind Streiks, so ein Gewerkschafter auf der Streikkundgebung in Krefeld.

Krefeld