Aufruf zum Frauenstreik am 8. März in Frankreich

(Übersetzt von der Homepage der PCOF: https://www.pcof.net/le-8-mars-journee-internationale-de-lutte-pour-les-droits-des-femmes-greve-et-manifestations/)

Zum internationalen Frauentag am 8.März hat ein Bündnis etlicher Frauenorganisationen zum Streik der Frauen an diesem Tag aufgerufen. Auch unsere Genossen/Genossinnen der PCOF haben diesen Aufruf unterzeichnet und auf ihrer Homepage veröffentlicht. Wir zitieren einige Passagen daraus:

Der 8. März ist weder Muttertag noch Frauentag, sondern der internationale Kampftag für die Rechte der Frauen.

Wir rufen zum Frauenstreik auf in Solidarität mit unseren Schwestern auf der ganzen Welt, besonders der iranischen, afghanischen und kurdischen Frauen, die die Infragestellung ihrer Grundrechte erleben und manchmal ihren verbissenen Kampf gegen Unterdrückung mit ihrem Leben bezahlen. Wir unterstützen unsere ukrainischen Schwestern, die mit einem grausamen und mörderischen Krieg konfrontier sind und in großer Zahl im Exil leben oder der Angst vor Bombardierungen und den Übergriffen der russischen Soldaten ausgeliefert sind. Wir unterstützen unsere feministischen russischen Schwestern, die, oft ihre Freiheit aufs Spiel setzend, gegen diese militaristischen Haltungen demonstrieren.

Wir rufen zum Frauenstreik auf, um Gleichheit in der Arbeit und in unserem Leben zu erreichen, um unsere wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erlangen.

In Frankreich geht die Regierung erneut die Frauen frontal an mit einer Reform der Renten, die sie mit voller Wucht trifft. Mitten im Kampf gegen diese Reform ist der 8. März die Gelegenheit, die Lage und die Forderungen der Frauen in den Vordergrund zu stellen und die Mobilisierung zu erweitern. Der 8. März 2020 war die letzte Manifestation, bevor die Reform der „Rente auf Raten“ begraben wurde! Machen wir den 8. März zum Tag der Rücknahme dieser neuen Reform des drastischen sozialen Rückschritts. Gemeinsam werden wir siegen!

Immer noch um ein Viertel schlechter bezahlt, hauptsächlich in den schlechtest bezahlten und Teilzeit-Jobs beschäftigt, sind immer mehr Frauen nicht mehr in der Lage, bis zum Monatsende durchzuhalten. Anstatt die Unternehmen, die diskriminieren, zu sanktionieren, anstatt die Löhne, Gehälter und Renten zu erhöhen, gegen die sexistischen und sexuellen Übergriffe gegen Frauen zu kämpfen, wollen diese Regierung und die Unternehmerschaft eine gewaltsame und ungerechte Rentenreform durchsetzen. Von niedrigeren Einkommen und angesichts der Betreuung von Kindern und Alten kürzeren Lebensarbeitszeit, bekommen wir heute schon eine um 40% niedrigere Rente als Männer. Dazu kommt das Alter des Rentenbeginns: da viele von uns eine unvollständigen Berufslaufbahn haben, wird das unsere Lage noch verschlechtern. Wir weigern uns, mehr zu arbeiten, um weniger zu bekommen!…

Am 8. März gehen wir gemeinsam auf die Straße gegen die Rentenreform, für die Erhöhung der Löhne und Gehälter, gegen sexistische und sexuelle Gewalt und in internationaler Solidarität mit den Frauen der ganzen Welt.

Nieder mit dem Patriarchat!