Randale in Stuttgart – Symptom eines tieferen Problems

In der Nacht vom 20. auf den 21. Juni kam es in Stuttgart zu gewalttätigen Konflikten zwischen der Polizei und Gruppen von Jugendlichen. Die von bürgerlichen Medien als „Krawallnacht von Stuttgart“ bezeichneten und mit den 1. Mai Protesten in Berlin verglichenen Straßenschlachten brachten einen Aufschrei mit sich. Horst Seehofer (CSU) forderte harte Strafen, um zukünftig solche Krawalle gar nicht erst zuzulassen. Die Wut der Jugendlichen hat jedoch tiefere Gründe, die nicht einmal halb so viel Aufschrei verursachen. weiter…

Sozialer Aufruhr im Herzen des imperialistisch kapitalistischen Systems


In den Vereinigten Staaten von Amerika kam es zu einem seit vielen Jahren beispiellosen sozialen Ausbruch, sowohl was das Ausmaß der Proteste als auch die gezeigte Kampfbereitschaft betrifft. Die Ermordung von George Floyd durch die Polizei in Minneapolis hat Tausende von Männern und Frauen in mehr als 120 Städten in allen Bundesstaaten des Landes auf die Straße gebracht, vereint in dem Ruf „Ohne Gerechtigkeit kein Frieden“.
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Corona und die Wertfrage


Solidarität ist ein großer Wert, aber aus der Sicht des Kapitals nichts wert, weil es keinen Profit bringt. Foto von Gerd Altmann, pixabay.com

„Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ‚ungeheure Warenansammlung‘,die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware.

Die Ware ist zunächst ein äußerer Gegenstand, ein Ding, das durch seine Eigenschaften menschliche Bedürfnisse irgendeiner Art befriedigt. Die Natur dieser Bedürfnisse, ob sie z.B. dem Magen oder der Phantasie entspringen, ändert nichts an der Sache. Es handelt sich hier auch nicht darum, wie die Sache das menschliche Bedürfnis befriedigt, ob unmittelbar als Lebensmittel, d.h. als Gegenstand des Genusses, oder auf einem Umweg, als Produktionsmittel.“ (Karl Marx, Das Kapital, MEW, Bd.23, S.49)

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Großschlachterei Tönnies – Massenhaltung für Menschen


Karikatur: Guido Kühn, www.guidos-welt.de; Danke für die unentgeltliche Überlassung

„Unser Arbeitsminister arbeitet schon lange an einer Verordnung“

…das sagte entschuldigend NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) zum Skandal bei der Großschlachterei Tönnies. Damit traf er ins Schwarze!

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Kein Wort zur Arbeitszeitverkürzung! IG Metall-Vorstände auf dem Holzweg

Kolleg/innen von Mahle/Stuttgart im Kampf um ihre Jobs (Foto AZ 7/2019)

Massiv ging Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall, die SPD-Spitzenkräfte Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an und damit zumindest zum Teil auch die Falschen. Sie standen in Berlin nicht allein gegen neue Milliardengeschenke an die Automobil-Monopole, die seit Jahren die Entwicklung verschlafen haben. weiter…

13.6.20, Stuttgart: rund 4.000 gegen Rassismus und Polizeigewalt


Hier ist alles klar und einfach! Sie hat recht! Foto: Ali Carman

Vor einer Woche fand der Protest gegen die Ermordung von Georg Floyd im Stadtzentrum Stuttgarts statt. Dieses Mal, am 13.6.20 hatte die Stadt die Kundgebung nur in Stuttgart-Bad-Cannstatt auf dem Wasen erlaubt – und da nur auf dem hintersten Teil. Man musste also erst einmal ganz schön weit laufen, um teilnehmen zu können. Trotzdem kamen wieder fast 4.000 zusammen. weiter…

Ludwigsburg: Protest gegen rassistischen Überfall


Ein Jugendlicher, der selbst Erfahrungen mit Rassismus gemacht hat, spricht. Eigenes Foto

Am Montag, dem 8.6.20, haben zwei Rassisten einen 15-jährigen Jugendlichen mit äthiopischer Staatsangehörigkeit in Ludwigsburg-Eglosheim zunächst angepöbelt und dann mit einer Schleuder und einer Stahlkugel beschossen. Die „deutschen Helden“ flohen. Einer der beiden trug ein Donald-Trump-Shirt. weiter…